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Der liberale Graf Zahl- oder wie man sich die Kombilösung schön rechnet  

Nach dem das so genannte liberale Sparbuch der FDP auf Bundesebene dem Scheiterhaufen zugeführt wurde und stattdessen u.a. Stundenhotels von einer Mehrwertsteuersenkung profitieren dürfen, versuchen es nun auch die Zülpicher Liberalen mit einer Rechenaufgabe zur Kombilösung Mensa/Stadthalle, siehe Amtsblatt März.


Zu den einzelnen Punkten nehmen wir wie folgt Stellung:

 

Modell Kombilösung auf dem Grünstreifen


Die FDP geht von Gesamtkosten in Höhe von 2,1 Millionen EUR aus, dies ist jetzt schon nicht haltbar.
1.)    Zum einen sind die Angebote der Anbieter unterschiedlich hoch, nur der Günstigste hat diese Summe angeboten.
2.)    Mindestens 250.000 EUR für Bestuhlung, Catering-Einrichtung etc. Diese Kosten sind nicht in dem Preis enthalten.
3.)    Es wäre der erste Neubau in Zülpich, der den Kostenrahmen einhält.

Model reine Schulmensa


Die FDP behauptet, eine reine Schulmensa würde 1,5 Millionen EUR kosten.
Sie beruft sich hierbei auf die Aussage eines einzigen Architektur- oder Ingenieurbüros. Ein entsprechendes Schriftstück konnte der Opposition bis heute nicht vorgelegt werden.
Doch wie objektiv kann diese Schätzung sein? Eine funktionale Ausschreibung wurde nur für eine Kombilösung gemacht – hierbei lag auch der teuerste Anbieter  unter der Architektenschätzung!!!
Es wäre also durchaus denkbar, dass eine reine Schulmensa für eine knappe Million EUR realisierbar wäre!!
Diese wäre dann definitiv finanzierbar. Warum sollte auch 1/3 der Kombilösung nur 600.000 EUR weniger Kosten als das Gesamtwerk???

Modell Mensa und Stadthalle


Nach dem Motto „Wer bietet mehr“ gehen die Liberalen von 3,6 Millionen EUR Kosten für eine separate Schulmensa und eine sanierte Stadthalle aus.

Die im vorherigen Beispiel bereits erläuterte Phantasiezahl der FDP zur Mensa würde hier schon um rund 500.000 EUR widerlegt. (1 MIO statt 1,5 MIO EUR)
So richtig anstrengend für den gesunden Menschenverstand wird es dann aber, wenn man sich die angeblichen Sanierungskosten von 2,1 Millionen EUR für die alte Stadthalle vorhalten lassen muss. Hierauf werden wir von zahlreichen Bürgern ungläubig angesprochen. Auch hier wird der Opposition verlässliches Material nicht zur Verfügung gestellt.
Der gesunde Menschenverstand auf der einen, aber auch Schätzungen von Zülpicher Bauunternehmern auf der anderen Seite kommen auf eine Summe von ca. 800.000 EUR für eine vernünftige Sanierung der alten Stadthalle.
Somit könnte man eine reine Schulmensa mit 1 Million EUR und eine Sanierung der alten Stadthalle mit 800.000 EUR realisieren.
Die Gesamtkosten belaufen sich hierbei auf 1,8 Millionen EUR und lägen deutlich unter den Kosten der Kombilösung.


Liebe Bürgerinnen und Bürger: Entscheidet selbst, was sich Zülpich angesichts der schlechten Haushaltssituation wirklich leisten sollte. (welchen Zahlen ihr glauben schenken!)