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Erfolgreiche Bürgerproteste
- So muss Demokratie sein!

Wie sagte das kürzlich verstorbene unabhängige Ratsmitglied Winfried Simons aus Mechernich über sein politisches Credo: "Ich habe immer dafür gekämpft und die Leute aktiv unterstützt, dass die Bürger ihre Dinge selbst in die Hand nehmen sollen". Diese politische Grundeinstellung vertreten wir JAler voll und ganz. Dies ist auch der Grund, warum wir uns seit Jahren für einen Bürgerhaushalt und mehr Mitbestimmung durch Bürger einsetzen. Die Zülpicher Bürgerinnen und Bürger haben in den letzten Wochen vorbildlich gezeigt, dass sie bürgerfeindliche Politik nicht einfach akzeptieren.

Von einer Privatisierung der Zülpicher Kindergärten möchten auf einmal weder Fraktionen noch der Verwaltungschef mehr etwas wissen. Vorher wurde jedoch vieles in diese Richtung in die Wege geleitet, ohne Eltern und Erzieherinnen frühzeitig zu informieren. Seien Sie sicher: Ohne die geballten Proteste der Elternschaft hätte es in Zülpich eine Übertragung der Kindergärten an freie Träger gut und gerne geben können! Dazu unsere herzliche Gratulation an alle Kinder, Eltern und Erzieherinnen, Sie haben sich erfolgreich für eine gute Sache eingesetzt und gewehrt!

Ähnlichen Erfolg wünschen wir auch den mehr als 1.600 Bürgern, die sich gegen eine Kombilösung (Mensa mit integrierter Mehrzweckhalle) mit ihrer Unterschrift und weiteren Aktionen redlich für das elementare Ziel Bildung einsetzen. In unverantwortlicher Weise spielen große Teile des Rates und vor allem der Bürgermeister Schulen und Karnevalisten gegeneinander aus. Dabei gibt es zahlreiche Bürger, die sich beiden Gruppen zugehörig fühlen und für Beide die beste Lösung wollen. Wir kritisieren aufs Schärfste, das es keine funktionale Ausschreibung für eine reine Mensa gegeben hat, sondern nur die Kostenschätzung eines (!) Architekten. Somit wird einmal mehr über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden, weil Alternativen unerwünscht sind!

Immer deutlicher wird hierbei, dass nicht nur die Schulseite einer Kombilösung kritisch gegenüber steht. Auch zahlreiche Karnevalisten ohne schwarzes Parteibuch möchten eine bessere Lösung für ihre Stadthalle. Die Kombilösung in der jetzigen Planung bedeutet nicht nur eine städtebauliche Katastrophe, weil durch den Bau wieder ein dunkler, enger Weg für die Schulkinder geschaffen wird, sondern stellt für alle Beteiligten keine dauerhaft befriedigende Lösung dar!

Deshalb: Bürger wehrt Euch weiter, es ist Eure Stadt!