08.12.2015: Ein ereignisreiches Jahr in der Zülpicher Politik geht zu Ende

Kurz vor Weihnachten können wir auf ein äußerst turbulentes Jahr in der Zülpicher Kommunalpolitik zurückblicken, das in seiner Intensität wohl beispiellos war.


Ein Dauerbrenner war (nicht nur in Zülpich) das Thema Flüchtlinge, mit denen wir uns in der letzten Ausgabe des Amtsblatts beschäftigt haben. Im nächsten Jahr wird uns hier, neben der Unterbringung weiterer Flüchtlinge, vor allem auch die Integration der neuen Mitbürger beschäftigen, beispielsweise in den Schulen. Hier werden bereits die ersten „internationalen Klassen“ gebildet, die unter anderem Schwerpunkte in der Sprachförderung setzen und damit die Integration in die Regelklassen erleichtern sollen.

 

Auch das Thema weiterführende Schulen hat große Teile der Stadt und auch die Politik in Atem gehalten. Durch den Ratsbürgerentscheid gilt in den beiden nächsten Jahren Bestandsschutz für das dreigliedrige Schulsystem in Zülpich, sofern die Hauptschule weiterhin zwei Eingangsklassen bilden kann.

 

Diese Zeit müssen wir nutzen, um die Zusammenarbeit und das Angebot der weiterführenden Schulen zu verbessern, beispielsweise bei der Nachmittagsbetreuung an Gymnasium und Realschule. Die Arbeitsgemeinschaft Schulen, an der Verwaltung, Politik, Schulleiter und Elternvertreter beteiligt sind, hat bereits ihre Arbeit aufgenommen. Die erste Sitzung hat uns hier hoffnungsvoll gestimmt, dass dieses neue Gremium wirklich etwas bewegen kann.

 

Die separate Bürgermeisterwahl ein Jahr nach der Kommunalwahl hat große Teile der Politik in eine Art Dauerwahlkampfmodus versetzt. Eine Aufgabe des neuen Bürgermeisters Ulf Hürtgen wird es daher sein, vermehrt alle Fraktionen ins Boot zu holen und auch in die Verantwortung zu nehmen. Nicht jedes Thema eignet sich für Dauerwahlkampf, die beiden oben beschriebenen gehören dazu.

 

Auch die Bürgerinnen und Bürger müssen Verantwortung übernehmen. Viele machen dies durch ehrenamtliches Engagement in vorbildlicher Art und Weise. Im Bereich der Bürgerbeteiligung in politischen Prozessen würden wir uns eine aktivere und konstruktivere Bürgerschaft wünschen. Unser Ziel wäre es hier, dass sich Bürger für etwas engagieren anstatt gegen etwas. Gestalten statt verhindern wäre Bürgerbeteiligung im positiven Sinne.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.